top of page

PUZZLE

Bookmark

Hochbegabte Gehirne sind ständig an der Arbeit. Manchmal nervt das einfach nur. Dann braucht es Ruhe, Entspannung und etwas zu tun, das die Gedanken nicht ständig anregt.

Eine schöne Variante trotz Konzentration oder sogar durch Fokussierung zur Ruhe zu kommen, ist das Puzzle. Für viele Kinder ist das erst einmal zu retro. Puzzles gibt es jedoch mit modernen Motiven zu vielen Themen. Gleichzeitig fördern sie tiefe Konzentration, genaues Hinsehen, vertieftes Arbeiten und Hand-Augen-Koordination.

Ganz anders als nach dem Fernsehen oder Computerspielen, sind die Kinder nach einem Puzzle tiefenentspannt. Puzzles gibt es für Kleinkinder und für ältere Kinder mit 1000 oder mehr Teilen.

Typisch für Hochbegabte ist, dass schon sehr junge Kinder Puzzles mit altersuntypischer Ruhe und Geschwindigkeit erledigen. Sie haben den Blick für die Lücke und wissen intuitiv was fehlt. Gleichzeitig können sie Teile sortieren und sich ihre Lage merken und bei Bedarf zugreifen.

Puzzles sind so viel mehr als Bilder, die man zusammenbaut. In ihnen stecken jede Menge Lektionen und somit stellen sie eine wichtige und dabei schöne Fördermöglichkeit dar.

Puzzles gibt es groß und stabil mit nur wenigen Teilen, die zusammengesetzt zum Beispiel ein Tier ergeben.

Es gibt sie aus Stoff, Karton oder Kunststoff mit wenigen bis zu sehr vielen Teilen. In 2 D oder 3 D. Es gibt Bodenpuzzles und mini Puzzles für unterwegs.

Je kleiner das Kind desto größer sollte das Material sein.

Puzzles fördern die Sensorik, die Feinmotorik und die Hand-Augen-Koordination. Natürlich auch die Konzentration, die Merkfähigkeit, wenn man überlegen muss, wo der Puzzlestein gerade noch lag, den man jetzt sucht.

Puzzles schulen das zweidimensionale Sehen. Sie fördern die Genauigkeit, denn ungefähr passen keine Teile ineinander, es muss exakt gearbeitet werden.

Wenn man zu zweit am Puzzle arbeitet wird auch die Teamfähigkeit geübt. Und natürlich das Durchhaltevermögen und Dranbleiben, denn fertig ist es eben erst, wenn es fertig ist.

Früh mit sehr einfachen Puzzles zu starten macht viel Sinn, denn dann ist das Kind mit dem Spiel an sich vertraut. Größere Puzzles mit mehr Teilen lassen sich später nach Bedarf besorgen, wenn das notwendig wird. Denn zu leicht sollte es nicht sein. Wenn die Herausforderung fehlt, geht die Freude rasch verloren.

Die meisten Kinder brauchen ihre Eltern als Beisitzer. Später und mit etwas Erfahrung können sie Puzzles aber auch allein legen.

Bei den Motivation kann man etwas wählen, das zu einem der Themen passt, die man gerade bearbeitet oder man schafft mit dem Puzzle bewusst den Einstieg in ein neues Projekt.

Legen Kinder große Puzzles mit mehreren hundert oder sogar 1000 Teilen, kann man eine Holzplatte benutzen, damit das unfertige Puzzle nicht ewig den Tisch blockiert. So lässt es sich zwischendurch transportieren, wenn es mal etwas länger dauert.

Kinder, die öfter große Puzzles machen, trainieren ihren Belohnungsaufschub, denn die große Freude kommt erst, wenn alle Teile zusammen sind. Etwas Anstrengendes bis zum Ende durchzuhalten, um dann davon belohnt zu werden, ist eine wichtige Lektion.

Das Puzzles trainiert den Aufschub von Belohnung spielerisch und relativ mühelos.

Puzzles lockern den Tag auf, schließen den Lerntag ab und können mit anderen Kindern getauscht werden. Auch in einigen Bibliotheken kann man sie ausborgen.

Für hochbegabte Kinder ist Blitzpuzzle ein geeignetes Spiel, ihre Geschwindigkeit zu trainieren und sich herauszufördern.

Man kann zu zweit um die Wette zwei Puzzles mit gleich vielen Teilen machen.

Man kann aber auch die Zeit stoppen, in der man ein z.B. 40-teiliges Puzzles fertigstellen kann. Beim nächsten Versuch kann man daran arbeiten, seine Zeit zu unterbieten.

Natürlich kann man das auch mit viel größeren Puzzles machen. Aber step by step.

bottom of page